Aktuell

05.03.2018 NEU: Veranstaltungen im Rathaus

15:00 Uhr wird im Stadtverordnetensaal des Rathauses der durch die Stadt Chemnitz produzierte Film „Kinder im Krieg“ gezeigt. In den 30 Minuten kommen vier damalige Kinder zu Wort. Professor Stephan Tanneberger, Pfarrer Karl-Heinz Kleve, Ehrenbürger Justin Sonder und Brigitte Speck erzählen ihre Kriegserlebnisse.

16:00 Uhr liest dort der Schauspieler des Theaters Chemnitz Andreas Manz-Kozár eingegangene Zeitzeugenberichte. Im Januar wurde aufgerufen, dass damalige Zeitzeugen schriftlich ihre Erlebnisse berichten können. Die Resonanz der Zusendungen war beeindruckend.

02.03.2018 Friedenspreisträger 2018

Mit dem ersten Preis wurde in diesem Jahr Different People e. V. ausgezeichnet.
Der zweite Preis ging an die 2006 gegründete Bürgerinitiative Chemnitzer City e. V.
Der dritte Preis wurde an das Begegnungszentrum Aufatmen verliehen.
Für ihr jahrzehntelanges Engagement wurde  Liane Günther, ehrenamtliche Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin im V.E.B. VereinsEigeneBühne e.V., mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet.

01.03.2018 CHEMNITZER FRIEDENSIMPUSE 2018

Zu den Chemnitzer Friedensimpulsen 2018 erörterten: Autor und Professor für Literatur Hans-Ulrich Treichel, Kinderärztin und Psychotraumatologin Natascha Unfried, Zeitzeuge Dr. Jürgen Gerlach und Flüchtling Kaled Hahi die schwerwiegenden Folgen eines Kriegstraumas.

Der Chemnitzer Friedenstag

Der Ausgangspunkt des Chemnitzer Friedenstages war 2002 die Idee von Pfarrer Hans-Jochen Vogel (Pfarrer i.R., † 2005) und Sabine Kühnrich (Sängerin), diesem Gedenktag einen Charakter zu verleihen, der das Abgleiten in inhaltslose Rituale verhindert und an dem zukünftig friedensstiftende kulturelle und politische Impulse für die Stadt und von der Stadt ausgehen werden“ – wie sie es damals in einem Aufruf formulierten. » Zum Aufruf vom 16.02.2002

Der Aufruf wurde von namhaften Chemnitzern unterschrieben. Gemeinsam mit Pfarrer Stephan Brenner, gründeten die beiden Initiatoren die Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag.

Heute gehören ihr an Hartwig Albiro (ehem. Schauspieldirektor), Stephan Brenner (Pfarrer), Nancy Gibson (Direktorin der Städtischen Musikschule), Etelka Kobuß (Ausländerbeauftragte), Sabine Kühnrich (Künstlerin), Christoph Magirius Pfarrer i.R.; Ehrenbürger der Stadt Chemnitz), Dr. Thomas Schuler (ehem. Direktor des Schloßbergmuseums), Heike Steege (Sozialarbeiterin), Jürgen Tautz (Geschäftsführer der AWO Chemnitz).

Jedes Jahr wuchs die Zahl der Engagierten, um die Idee des Friedenstages mit Leben zu füllen Unzählig viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit wurden dafür geleistet. Der Begriff Chemnitzer Friedenstag ist seit etlichen Jahren in den allgemeinen Sprachgebrauch der Stadt eingegangen.

Die Zahl derer, die sich bewusst an diesem Tag mit der Problematik Krieg und Frieden und den Ursachen des 2. Weltkrieges beschäftigen, ist so groß wie nie, auch in den Nachwuchsgenerationen. Die friedensstiftenden kulturellen und politischen Impulse rund um diesen Tag sind aus Chemnitz nicht mehr wegzudenken.

Allerdings verzeichnen wir auch eine Erweiterung rassistischer und rechtsextremer Realität in unserer Gesellschaft. Auch Chemnitz musste erst in überregionale Schlagzeilen in Zusammenhang mit den Morden des NSU geraten, damit die allgemeine Öffentlichkeit wahrnahm, dass diese Stadt schon lange Jahre Hinterland von Neonazis ist.

Gesamtkonzept und Koordination

Logo der Arbeitsgruppe Chemitzer Friedenstag

Hartwig Albiro, Stephan Brenner, Nancy Gibson, Etelka Kobuß, Sabine Kühnrich, Christoph Magirius, Dr. Thomas Schuler, Heike Steege, Jürgen Tautz

Logo der Stadt Chemnitz

In Zusammenarbeit mit der Stadt Chemnitz